Markus Lüpertz

*1941 in Reichenberg/Böhmen

Der im böhmischen Reichenberg geborene Künstler Markus Lüpertz gehört zu den bedeutendsten deutschen Künstlern der Nachkriegszeit. Entgegen dem damals vorherrschenden künstlerischen Zeitgeist konzentrierte er sich auf die gegenständliche Kunst und verlieh seinen figurativen Motiven mit expressiver Farbgebung und leidenschaftlichen Formen eine ungeahnte Emotionalität, wodurch er neben Georg Baselitz und Anselm Kiefer zu den größten Vertretern des Neoexpressionismus zählt.

Obwohl Lüpertz sich seit Anfang der 60er Jahre der Malerei verschrieb, ist er stets auf der Suche nach neuen Ausdrucksweisen und Techniken. Er beschäftigt sich neben der Malerei auch mit diversen Druckverfahren, fertigt Glasmalerei für Kirchenfenster an und widmet sich der Bronzeskulptur und dem Bühnenbild.

Ausstellungen (Auswahl)

1968 erste Ausstellung in der Galerie Michael Werner, Köln
1973 Werkübersicht in der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden
1982 Teilnahme an der documenta 7, Kassel
1991 Retrospektive der Jahre 1963 bis 1990, Museo Reina Sofía, Madrid
1996 Markus Lüpertz, Gemälde – Skulpturen in der Kunstsammlung NRW, Düsseldorf
2009/2010 Hauptwege und Nebenwege. Eine Retrospektive. Bilder und Skulpturen von 1963 bis 2009 in der Bundeskunsthalle, Bonn
2010 Markus Lüpertz. Metamorphosen der Weltgeschichte in der Albetina, Wien
2019/2020 Markus Lüpertz. Über die Kunst zum Bild im Haus der Kunst, München

Neben dieser kleinen Auswahl war und ist Markus Lüpertz in zahlreichen weiteren nationalen und internationalen Einzel- und Gruppenausstelllungen vertreten.

Biography

Schon früh zeichnete sich Lüpertz‘ Lebensweg durch Provokation, Vielfalt und ungeahnte Wendungen aus. Er begann zunächst einige Lehren, studierte Werkkunstschule in Krefeld und arbeitete im Kohle- und Straßenbau. Auch die Verpflichtung für die Französische Fremdenlegion kündigte er nach kurzer Zeit und an der Kunstakademie Düsseldorf wurde er nach bereits einem Semester exmatrikuliert. Dieser holprige Karriere-Start wandelte sich mit dem Umzug von Düsseldorf nach Westberlin im Jahr 1962 allerdings zusehends. Er lernte dort zahlreiche Künstler:innen kennen und konnte sich ganz auf seine Arbeit und die Hinwendung zur Figuration konzentrieren. Nach acht Jahren produktivem Schaffen wurde er schließlich von der Villa Romana für seine Arbeit ausgezeichnet und dieser Auszeichnung folgten weitere Preise und Ausstellungen. Auch Professuren an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, der Kunstakademie Düsseldorf und der Akademie der Bildenden Künste an der Alten Spinnerei erhielt der Künstler und die nationale wie internationale Anerkennung für seine Kunst und die Mitbegründung des Neoexpressionismus dauert bis heute an.

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